Mont Soleil, Tag 4

Von Rührei und Speck, Placken und extravaganten Joghurtkrapfen

Nach einem leckeren Frühstück, das unter anderem Rührei und Speck enthielt, erledigten wir unsere Ämtli, bevor wir dann mit Arbeiten begannen. Die Arbeiter und Arbeiterinnen wurden dazu in zwei Gruppen aufgeteilt. Die einen sammelten weiter Äste auf und schichteten sie zu Haufen, um die Weiden frei zu machen.  Die zweite Gruppe stach Placken auf der zukünftigen Kuhweide aus. Dies war sehr mühselig. Aber es gab einen Ansporn. Wer die längste Pfahlwurzel ausgrub, bekam einen Preis. Einzelne mussten leider aus gesundheitlichen Gründen vorerst im Lagerhaus zurück bleiben. Gegen Mittag kehrten alle für das Mittagessen heim ins Lagerhaus. Allerdings ging es dann den einen wieder schlechter. Am Nachmittag tauschten dann die Gruppen. Das hiess, die Kinder, die am Morgen Äste mit Herrn Bär gesammelt hatten, mussten mit Frau Windisch Placken stechen und umgekehrt. Plackenstecher wurden zu Waldarbeitern und umgekehrt. Der Rekord der längsten Pfahlwurzel lag am Morgen bei 47 cm,  aufgestellt von Philemon und Lukas. Allerdings wurde dieser am Nachmittag von Sarah übertroffen. Ihre Pfahlwurzel war sage und schreibe 60 cm lang. Blöderweise weiss sie noch nicht, was sie als Preis bekommt.
Nach einigen kleinen Duschpannen gab es dann Abendessen. Dies wurde aber etwas später serviert als erwartet, da es noch sehr spät einen leckeren Zvieri gegeben hatte. Beim Abendessen erfuhren wir noch eine erfreuliche Nachricht. Der Bauer lobte uns, dass wir die Klasse sind, die bis jetzt am besten mitgearbeitet hat. Und zum Dank schenkte er uns die Kosten für die verbrauchte Milch und jedem eine feine Wurst.
Einen Orden erhielten Sarah, Eric und Frau Windisch. Chapeau!
Nach der Handyzeit spielten die meisten Schüler im improvisierten Casino um den Jackpot. „Joghurtkrapfen extravagant“ vollendeten unseren letzten Abend in Mont Soleil.
Es berichtet, einmal mehr herzlich verdankt, Simone Berset / 17.05.18